Toronto

Toronto, die grösste Stadt Kanadas, bietet so ziemlich alles, was man sich wünschen kann. Uns als Landeier kam die Stadt riesig vor. Allein schon die Fahrt durch Toronto mit dem Wohnmobil war eindrücklich. Zeitweilig fuhren wir auf 8 bis 10 spurigen Highways (in eine Richtung!). Sowas haben wir noch nie gesehen. Zuvor hatten wir ein paar Tage zu Fuss und per Bike in einem abgelegenen Wald verbracht. Der Kontrast zu dieser Grossstadt hätte nicht grösser sein können.

Wir fanden an Torontos Stadtrand einen kleinen Campingplatz im Grünen, wo wir uns niederliessen. Von dort fuhren wir mit dem Zug in die Downtown. Zwei Sehenswürdigkeiten wollten wir unbedingt sehen: die Hockey Hall of Fame und den CN Tower.

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Fabio im Zug nach Toronto Downtown

In der sehenswerten Hockey Hall of Fame findet man alles zu Kanadas Nationalsport Nr. 1. Unzählige Trikots von früheren und aktuellen Eishockeystars aus der ganzen Welt. Besonders eindrücklich war die grosse Sammlung der Goaliemasken von den Anfängen bis heute. Zudem konnte man sich zusammen mit der wohl begehrtesten Eishockeytrophäe, dem Original Stanley Cup, ablichten lassen. Der laute 3D-Eishockeyfilm war so eindrücklich und gut gemacht, dass Livio ihn am liebsten gleich nochmals angeschaut hätte.

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Stanley Cup

Auch der bald 40zig jährige CN Tower war sehr eindrücklich. Bis ins Jahr 2010 war dieser Funk- und Fernsehturm mit seinen 553.33m das höchste Gebäude der Welt. Als Besucher kann man bis auf die Höhe von 447m hoch fahren. Der Ausblick von dort oben auf Toronto war sehr eindrücklich. Die meisten Wolkenkratzer, welche uns in den Strassenschluchten zuvor fast zu erdrücken drohten, waren von dort oben nur noch Spielzeugtürme. Wahnsinn!

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Der 553.33m hohe CN Tower

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Sandbanks Provincial Park

Wer hätte das gedacht? Kilometerlange, flache Sandstrände und haushohe Sanddünen – auch dies ist Kanada! Uns gefiel es im Sandbanks Provincial Park so gut, dass wir gleich drei Tage dort blieben. Wäre die Wetterprognose besser gewesen, hätten wir noch ein paar Tage mehr angehängt. Für uns war’s der perfekte Ort, um draussen unterwegs zu sein. Unsere Tage waren ausgefüllt mit kanufahren, fischen, baden, inlinen, wandern und velofahren. Und am Abend gab’s quasi zum Dessert einen traumhaften Sonnenuntergang am Strand.

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Dieser Park befindet sich auf der malerischen Insel Prince Edward County im Lake Ontario, welche für sich schon sehr sehenswert ist. Dank der verkehrsarmen Strassen ist die Insel zudem fast schon ein Paradies für Velofahrer.

Für uns gab’s auch zwei Premieren. Zum einen haben wir unseren ersten Fisch gefangen und diesen dann abends auf dem Feuer gegrillt. Und zum anderen waren Livio und ich zum ersten Mal kanufahren. Wir sind unserem gemeinsamen Projekt, eine zweitägige Kanutour samt Zeltübernachtung, schon ein grosses Stück näher gekommen. 🙂

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Livio fährt jetzt Trättivelo

Seit längerem hat es sich abgezeichnet, dass die Tage des Like-a-Bike gezählt sind. So machten wir uns auf den Weg, um für Livio ein Velo mit Pedalen zu kaufen – ein richtiges „Trättivelo“ wie Livio zu sagen pflegt. Kaum gekauft, haben wir gleich die Stützräder abmontiert. Und tatsächlich am dritten Tag hat’s bei ihm Klick gemacht und seither fährt er nun mit Stolz sein Trättivelo durch die Gegend. Wir können es fast nicht glauben und staunen selbst, wie schnell Livio der Wechsel vom Like-a-Bike zum Velo gelang.

Livio mit seinem Trättivelo

Livio mit seinem neuen Trättivelo

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Mit uns staunen auch andere Leute. Immer wieder werden wir angesprochen, wie alt Livio denn sei. Sogar schon Autos haben angehalten, um zu staunen.

Seither hören wir von Livio den ganzen Tag „wann kann ich heute Trättivelo fahren?“. Also ich kann da absolut mit meinem Sohn mitfühlen, schliesslich macht Velofahren doch einfach viel Spass! 😉