Halloween

Kürbisorange ist unverkennbar die Farbe der Stunde oder besser sogar der letzten Wochen in Nordamerika. In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November ist Halloween. Viele Kinder (aber auch Erwachsene) fiebern seit Wochen auf diesen Tag hin. Kostüme werden genäht und die Vorgärten werden dekoriert. So verwandeln sich in dieser Zeit viele amerikanische und kanadische Wohnquartiere in regelrechte Gruselkabinette. Es wimmelt nur so von Gräbern, Spinnenweben, Totenköpfen, Gebeinen und schaurigen Geistern. Und überall hat es ausgehöhlte und beleuchtete Kürbisse, in welche möglichst furchteinflössende Fratzen geschnitzt wurden.

Auch die Geschäfte haben ihre helle Freude an Halloween und fördern den Umsatz mit üppigen Dekorationen und allerlei Halloween-Aktionen. Das Ausmass erinnert stark an das Weihnachtsgeschäft. Kürbisse werden in allen Grössen verkauft. Extra für Halloween werden zudem überall die diversen Süssigkeiten in übergrossen, orangen XXL-Packs angeboten.

Der Höhepunkt für die Kinder ist unbestritten das Ziehen von Tür zu Tür. In kleinen Gruppen pilgern sie verkleidet als Geister, Skelete, Hexen, Zauberer oder Kobolde von Tür zu Tür durch die Nachbarschaft und fordern gegen „Trick or Treat“ (in Deutsch etwa „Streich oder Süsses“) Süssigkeiten ein. Zeigen sich die Hausbesitzer nicht spendierwillig, droht ihnen allerlei Schabernack. Kein Wunder also, dass sich die meisten Hausbesitzer im Vorfeld nicht ungern mit grossen Mengen an Süssigkeiten eindecken.

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

Livio wurde richtiggehend durch die anderen Kinder angestachelt, sodass er sein Glück als Gespenst auch einmal versuchen wollte. Als „Opfer“ suchte er sich ein Wohnmobil aus, welches bei uns in der Nähe stand. So waren wir gefordert, ein Kostüm zu kreieren. Mittels eines Fixleintuches aus unserem Wohnmobil verkleideten wir Livio kurzerhand als Geist und übten mit ihm die Aussprache von „Trick or Treat“. Bald darauf nahm er seinen ganzen Mut zusammen und klopfte an das auserwählte Wohnmobil. Sein Mut wurde belohnt, ein älterer, freundlicher Mann stieg aus dem Wohnmobil und überreichte ihm gerne eine Handvoll Süssigkeiten.

image

Livio als improvisiertes Halloween-Gespenst

Allmählich wird der Halloween-Brauch auch in Europa „importiert“. Interessant anzumerken ist dabei die Tatsache, dass Halloween seinen Ursprung eigentlich als keltischen Brauch in Irland hat und von irischen Einwanderern nach Nordamerika mitgebracht wurde. Während der letzten rund Hundert Jahre wurde der Brauch erfolgreich amerikanisiert und kommerzialisiert und versucht nun auf diese Weise, wieder seinen Weg nach Kontinentaleuropa zu finden.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s